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Whataboutism

Eine Ablenkungstechnik in Diskussionen: Statt auf Kritik einzugehen, wird mit einem Gegenvorwurf geantwortet — 'Und was ist mit...?'. Ziel ist es, vom eigentlichen Thema abzulenken und den Kritiker in die Defensive zu drängen.

Whataboutism ist eine Ablenkungstechnik in Diskussionen: Statt auf Kritik einzugehen, wird mit einem Gegenvorwurf geantwortet — „Und was ist mit...?"

So funktioniert der Trick

  • Kritik: „Dieses Land verletzt Menschenrechte." — Antwort: „Und was ist mit den Problemen in EUREM Land?"
  • Kritik: „Du hast dein Versprechen gebrochen." — Antwort: „Du hast letztes Jahr auch mal was vergessen!"

Der Gegenvorwurf kann sogar stimmen — aber er beantwortet die ursprüngliche Kritik nicht. Zwei Fehler machen keinen davon richtig.

Woher kommt der Begriff?

Whataboutism war ein beliebtes Mittel der Sowjet-Propaganda: Auf jede Kritik am System folgte der Verweis auf Missstände im Westen („And you are lynching Negroes"). Heute ist die Technik in Social-Media-Debatten und Politik allgegenwärtig.

Was kannst du tun?

  • Erkenne das Muster: Wird meine Kritik beantwortet oder nur umgelenkt?
  • Benenne es ruhig: „Das mag stimmen, aber darum geht es gerade nicht."
  • Bleib beim Thema — wer sich auf das Ablenkungsthema einlässt, hat die Diskussion schon verloren
  • Prüfe dich selbst: Auch wir nutzen Whataboutism gern, wenn wir kritisiert werden
💡 Merksatz: „Und was ist mit...?" beantwortet keine Kritik — es lenkt nur ab. Bleib beim Thema, statt dich umleiten zu lassen.

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