MedienEntdecker Glossar
Alle wichtigen Begriffe rund um Medienkompetenz — von Algorithmus bis Zensur. Einfach und verständlich erklärt.
Eine automatisierte Abfolge von Regeln, die Computer bei der Problemlösung oder Berechnung befolgen. In sozialen Medien bestimmen Algorithmen, welche Inhalte dir angezeigt werden.
Gefälschte Graswurzelbewegungen — koordinierte Kampagnen, die den Anschein erwecken, eine breite öffentliche Meinung widerzuspiegeln.
Die gezielte Veränderung von Bildern und Fotos, um Inhalte zu verfälschen, zu beschönigen oder falsche Eindrücke zu erwecken.
Ein automatisiertes Computerprogramm, das selbstständig Aufgaben im Internet ausführt — vom hilfreichen Chatbot bis zum manipulativen Social Bot.
Ein Computerprogramm, das menschliche Konversation simuliert. Moderne Chatbots basieren auf KI und können täuschend natürlich kommunizieren.
Manipulierte Medien, die mit einfachen, technisch wenig aufwändigen Mitteln erstellt werden — ganz ohne KI. Trotzdem oft genauso wirkungsvoll wie Deepfakes.
Das selektive Auswählen von Daten oder Fakten, die eine bestimmte Position stützen, während widersprechende Belege ignoriert werden.
Reißerische Überschriften und Vorschaubilder, die bewusst übertrieben oder irreführend formuliert sind, um möglichst viele Klicks zu erzeugen.
Die Tendenz, Informationen zu bevorzugen, die unsere bestehende Meinung bestätigen, und widersprüchliche Informationen zu ignorieren.
Kleine Datenpakete, die Websites auf deinem Gerät speichern, um dich wiederzuerkennen, Einstellungen zu speichern oder dein Surfverhalten zu verfolgen.
Das gezielte Anbahnen von sexuellem Kontakt mit Minderjährigen über das Internet. Täter bauen über Messenger, Chats oder soziale Netzwerke Vertrauen auf, um Kinder zu manipulieren.
Das Recht und die Maßnahmen zum Schutz persönlicher Daten vor unbefugtem Zugriff, Missbrauch und ungewollter Verarbeitung.
Täuschend echte, KI-generierte Medien, bei denen das Aussehen oder die Stimme einer Person durch eine andere ersetzt wird. Eine der größten Herausforderungen der Medienkompetenz.
Bewusst falsche oder irreführende Informationen, die gezielt verbreitet werden, um zu täuschen, zu manipulieren oder zu schaden.
Die Gesamtheit aller Datenspuren, die du bewusst oder unbewusst im Internet hinterlässt — und die ein detailliertes Profil von dir ergeben.
Das zwanghafte, endlose Scrollen durch negative Nachrichten und Inhalte in sozialen Medien — obwohl es die Stimmung verschlechtert.
Ein digitales Umfeld, in dem du nur noch Meinungen und Informationen begegnest, die deine eigene Sichtweise bestätigen und verstärken.
Algorithmische Systeme, die auf Basis deines Verhaltens vorhersagen, welche Inhalte, Produkte oder Videos dir als nächstes gefallen könnten.
Jede messbare Interaktion mit einem Social-Media-Beitrag — Likes, Kommentare, Shares und Saves. Die Währung der sozialen Medien.
Eine Technik, bei der das Gesicht einer Person in einem Video oder Foto durch das einer anderen Person ersetzt wird — häufig mit KI.
Gezielt erstellte und verbreitete Falschnachrichten, die wie seriöse Nachrichten aussehen, aber erfunden oder stark verzerrt sind.
Die systematische Überprüfung von Behauptungen und Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt — durch Journalist:innen, Organisationen oder dich selbst.
Falsche oder ungenaue Informationen, die verbreitet werden — unabhängig davon, ob eine Täuschungsabsicht besteht. Auch bekannt als Misinformation.
Die Isolation in digitalen Räumen, die durch Algorithmen entsteht: Dir werden nur noch Inhalte angezeigt, die deinen bisherigen Interessen entsprechen.
Einsatz von spieltypischen Elementen wie Punkten, Leveln und Belohnungen in spielfremdem Kontext, um Motivation und Engagement zu steigern.
Generative Adversarial Networks — die technologische Grundlage moderner Deepfakes. Zwei neuronale Netzwerke, die gegeneinander arbeiten.
Person oder Institution, die entscheidet, welche Informationen die Öffentlichkeit erreichen. Traditionell Journalist:innen, heute zunehmend Algorithmen und Plattformen.
Technologie zur Identifikation von Personen anhand ihrer Gesichtsmerkmale mittels KI. Ethisch umstritten wegen Überwachungspotenzial und Diskriminierungsrisiken.
Wenn ein KI-System falsche Informationen überzeugend als Fakten präsentiert. Ein fundamentales Problem großer Sprachmodelle.
Der gezielte Missbrauch von Hashtags, um Themen künstlich in die Trends zu pushen oder Diskussionen zu kapern.
Hassrede — Äußerungen, die Personen oder Gruppen aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder anderen Merkmalen angreifen und auf Entmenschlichung und Ausgrenzung abzielen.
Eine absichtlich verbreitete Falschmeldung, oft per Kettenbrief, Messenger oder Social Media. Anders als Fake News meist nicht politisch motiviert.
Die missbräuchliche Nutzung persönlicher Daten einer anderen Person für Betrug, Einkäufe oder Rufschädigung.
Die gesetzlich vorgeschriebene Angabe des Verantwortlichen einer Website — ein wichtiger Indikator für die Seriosität einer Quelle.
Personen, die auf Social Media eine große Reichweite haben und die Meinungen, Kaufentscheidungen und das Verhalten ihrer Follower beeinflussen können.
Die Fähigkeit, Informationsbedarf zu erkennen, relevante Informationen zu finden, kritisch zu bewerten und effektiv zu nutzen.
Die professionelle Sammlung, Prüfung und Verbreitung von Nachrichten und Informationen — das Fundament einer informierten Gesellschaft.
Der gesetzliche und institutionelle Schutz von Kindern und Jugendlichen vor schädlichen Medieninhalten, geregelt durch JuSchG und JMStV.
Nachrichten per Messenger oder E-Mail, die Empfänger:innen auffordern, sie weiterzuleiten — oft mit Drohungen, falschen Versprechen oder emotionalen Geschichten.
Mit Hilfe von KI-Systemen wie DALL-E oder Midjourney erzeugte Bilder, die fotorealistisch wirken können, aber nie fotografiert wurden.
Der innere Konflikt, wenn eigene Überzeugungen im Widerspruch zu neuen Informationen stehen. Erklärt, warum Falschinformationen so hartnäckig sind.
Technologien, die menschliche kognitive Fähigkeiten wie Lernen, Problemlösen und Mustererkennung nachahmen. Grundlage vieler moderner Medienphänomene.
Große Sprachmodelle wie ChatGPT, die auf riesigen Textmengen trainiert werden und menschenähnliche Texte erzeugen können.
Eine Recherchemethode, bei der du eine Quelle überprüfst, indem du sie verlässt und schaust, was andere über diese Quelle sagen.
Schlagwort, das pauschales Misstrauen gegenüber etablierten Medien ausdrückt. 2014 zum Unwort des Jahres gewählt. Historisch belastet.
Die gezielte Beeinflussung von Menschen durch psychologische Tricks, um ihr Denken, Fühlen oder Handeln in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Digitale Botschaften, bei denen Bild und Text zu einem aussagekräftigen Motiv verbunden und massenhaft geteilt werden. Eine eigene Kommunikationsform der Internetkultur.
Die gezielte Ansprache einzelner Personen oder kleiner Gruppen mit maßgeschneiderten Botschaften — basierend auf gesammelten Daten über ihre Interessen und Verhaltensweisen.
Die Fähigkeit, Nachrichten kritisch zu bewerten, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden und sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Die Regeln für respektvolles und faires Verhalten im Internet — die Online-Variante guter Umgangsformen.
Sanftes Anstupsen — das gezielte Beeinflussen von Verhalten durch die Gestaltung von Entscheidungssituationen, ohne Verbote oder Zwang.
Betrügerische Aktivitäten im Internet, die darauf abzielen, Menschen um Geld, Daten oder persönliche Informationen zu bringen.
Open Source Intelligence — die systematische Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen zur Recherche und Verifikation.
Werbeanzeigen, die auf Basis gesammelter Daten über dein Verhalten, deine Interessen und dein Profil individuell auf dich zugeschnitten werden.
Betrügerische Versuche, über gefälschte E-Mails, Websites oder Nachrichten an persönliche Daten wie Passwörter oder Bankdaten zu gelangen.
Die Kunst, Eingabeaufforderungen (Prompts) so zu formulieren, dass KI-Systeme möglichst nützliche und präzise Ergebnisse liefern.
Systematische Verbreitung von Informationen oder Ideen mit dem Ziel, die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Der Ursprung einer Information — eine Person, Organisation, Studie oder ein Dokument, aus dem eine Nachricht oder Behauptung stammt.
Der Prozess, durch den Menschen schrittweise extreme Ansichten übernehmen — oft verstärkt durch Algorithmen, Echokammern und gezielte Propaganda.
Das Persönlichkeitsrecht, das bestimmt, dass Fotos oder Videos einer Person nur mit deren Einwilligung veröffentlicht werden dürfen.
Die wichtige Unterscheidung zwischen humorvoller Übertreibung (Satire) und gezielter Falschinformation (Fake News) — eine häufige Verwechslungsquelle.
Das Versenden von erotischen oder sexuellen Fotos, Videos oder Nachrichten über digitale Medien — unter Jugendlichen verbreitet, aber mit erheblichen Risiken.
Ein massiver, plötzlicher Sturm der Entrüstung im Internet — Kritik und Empörung richten sich gebündelt gegen eine Person oder Organisation.
Automatisierte Social-Media-Accounts, die menschliches Verhalten simulieren und für Manipulation, Desinformation oder künstliche Stimmungsmache eingesetzt werden.
Manipulationstechniken, bei denen Angreifer menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft oder Vertrauen ausnutzen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen.
Die automatisierten Regeln, nach denen Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube entscheiden, welche Inhalte dir angezeigt werden.
Eine komplett fiktive Person, die mit Hilfe von KI erschaffen wurde — inklusive Profilbild, Biografie und Social-Media-Aktivität.
Schädliches Verhalten im Internet, das über einzelne Beleidigungen hinausgeht — Trolling, Gaslighting, Doxxing, Flaming und passive Aggression.
Die systematische Verfolgung deines Online-Verhaltens durch Websites, Apps und Werbetreibende — oft über verschiedene Plattformen hinweg.
Organisierte Gruppen, die systematisch Desinformation verbreiten, Diskussionen stören und öffentliche Meinung in sozialen Medien manipulieren.
Das Recht, das Schöpfer:innen von Werken vor unerlaubter Nutzung schützt — relevant für Bilder, Texte, Musik und Videos im Internet.
Der aktive Prozess, Fakten und Quellen auf Wahrheit und Richtigkeit zu überprüfen. Eine der wichtigsten Fähigkeiten der Medienkompetenz.
Die schnelle, exponentielle Verbreitung von Inhalten in sozialen Medien — vergleichbar mit der Ausbreitung eines Virus.
KI-Technologie, die eine menschliche Stimme auf Basis weniger Sekunden Audiomaterial täuschend echt nachahmen kann.
Die gesetzliche Pflicht, Werbung als solche erkennbar zu machen — besonders relevant bei Influencer-Marketing und bezahlten Kooperationen.
Personen, die Missstände, illegales Verhalten oder Gefahren innerhalb von Organisationen öffentlich machen — oft unter großem persönlichem Risiko.
Eine Sicherheitslücke in Websites, bei der Angreifer schädlichen Code einschleusen, um Daten zu stehlen oder Nutzer:innen zu manipulieren.
Das Empfehlungssystem von YouTube, das bestimmt, welche Videos dir vorgeschlagen werden — mit enormem Einfluss auf das, was Milliarden Menschen sehen.
Die Kontrolle, Unterdrückung oder Einschränkung von Meinungen und Medieninhalten durch staatliche oder andere mächtige Akteure. In Deutschland durch Art. 5 GG verboten.
Eine zusätzliche Sicherheitsebene beim Login, die neben dem Passwort einen zweiten Nachweis verlangt — zum Beispiel einen Code per SMS oder App.
Die systematische Beobachtung und Erfassung von Aktivitäten, Kommunikation und Verhalten von Personen — durch Staaten, Unternehmen oder andere Akteure.
Ein Social-Media-Feed, dessen Reihenfolge nicht chronologisch ist, sondern von Algorithmen nach Relevanz, Engagement und persönlichen Vorlieben sortiert wird.
Eine Denkweise, bei der du komplexe Probleme in kleinere Teile zerlegst und systematisch löst — so wie ein Computer es tun würde.
Manipulative Designtricks in Apps und Websites, die dich zu ungewollten Handlungen verleiten — z.B. versteckte Abo-Buttons oder irreführende Cookie-Banner.
Der bewusste Verzicht auf Smartphone, Social Media und digitale Geräte für einen bestimmten Zeitraum, um Stress abzubauen.
EU-Gesetz, das große Online-Plattformen zu mehr Transparenz, schnellerer Löschung illegaler Inhalte und besserem Schutz von Minderjährigen verpflichtet.
Die Fähigkeit, digitale Medien selbstbestimmt, kritisch und verantwortungsbewusst zu nutzen. Geht über technisches Wissen hinaus.
Verschlüsselungsmethode, bei der nur Sender und Empfänger Nachrichten lesen können — nicht einmal der Messaging-Dienst selbst.
Fear of Missing Out — die Angst, etwas zu verpassen, die durch ständigen Social-Media-Konsum verstärkt wird.
Die bewusste Einrahmung von Informationen durch Wortwahl, Kontext oder Perspektive, um die Wahrnehmung gezielt zu beeinflussen.
Eine Form psychischer Manipulation, bei der das Opfer dazu gebracht wird, an der eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.
KI-Systeme, die völlig neue Inhalte erzeugen können — Texte, Bilder, Videos oder Musik. Tools wie ChatGPT oder Midjourney.
Das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung Künstlicher Intelligenz, das KI-Systeme nach Risikoklassen einteilt.
Eine einseitige emotionale Bindung zu Medienpersönlichkeiten wie Influencern oder YouTubern, bei der sich Zuschauer wie Freunde fühlen.
Eine Präventionsstrategie gegen Desinformation: Menschen werden vorab über Manipulationstechniken aufgeklärt, bevor sie auf Falschinformationen treffen.
Inhalte, die absichtlich provozieren und Wut auslösen sollen, um maximales Engagement und Reichweite zu erzeugen.
Schadsoftware, die deine Dateien verschlüsselt und Lösegeld fordert. Einer der gefährlichsten Cyberangriffe.
Die unsichtbare Einschränkung eines Social-Media-Accounts durch die Plattform, bei der Beiträge ohne Benachrichtigung weniger angezeigt werden.
Software, die sich heimlich auf deinem Gerät einnistet und dich ausspioniert — Passwörter, Screenshots, Kamera, Standort.
Virtual Private Network — ein verschlüsselter Tunnel für deine Internetverbindung, der deine IP-Adresse verbirgt und deine Daten schützt.
Eine Ablenkungstechnik, bei der auf Kritik mit einem Gegenvorwurf geantwortet wird, anstatt sich mit dem eigentlichen Thema auseinanderzusetzen.