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Rage Bait
Inhalte, die absichtlich provozieren und Wut auslösen sollen, um maximale Aufmerksamkeit zu bekommen. Denn wütende Kommentare zählen für den Algorithmus genauso wie begeisterte — Hauptsache Engagement.
Rage Bait bezeichnet Inhalte, die absichtlich provozieren und Wut auslösen sollen, um maximale Aufmerksamkeit zu bekommen. Denn wütende Kommentare zählen für den Algorithmus genauso wie begeisterte — Hauptsache Engagement.
Typische Rage-Bait-Muster
- Absichtlich falsche Behauptungen („Ananas gehört auf jede Pizza, und wer das nicht versteht, hat keine Ahnung")
- Extreme Meinungen zu emotionalen Themen, die zum Widerspruch zwingen
- Videos, in denen jemand absichtlich etwas „falsch" macht (Kochvideos sind voll davon)
- Überschriften, die eine ganze Gruppe pauschal angreifen
Warum funktioniert das?
Wut ist die stärkste Engagement-Emotion: Wütende Menschen kommentieren, teilen und diskutieren. Jede empörte Antwort sagt dem Algorithmus „dieser Inhalt ist relevant" — und er zeigt ihn noch mehr Menschen. Der Ersteller verdient an deiner Empörung.
Was kannst du tun?
- Wenn ein Post dich SOFORT wütend macht, halte inne: Ist das Absicht?
- Nicht kommentieren, nicht teilen — auch „Hate-Shares" belohnen den Ersteller
- „Nicht interessiert" markieren oder Account stummschalten
- Merke: Nicht reagieren ist die stärkste Antwort
💡 Merksatz: Rage Bait lebt von deiner Empörung — jeder wütende Kommentar ist eine Belohnung für den Ersteller. Ignorieren wirkt stärker als Widerspruch.