← Zurück zum Glossar
🔍
OSINT
Open Source Intelligence — die systematische Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen zur Recherche und Verifikation.
OSINT (Open Source Intelligence) bezeichnet die systematische Sammlung und Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen.
Was zählt zu offenen Quellen?
- Soziale Medien (Posts, Profile, Fotos)
- Nachrichtenwebsites und Archive
- Öffentliche Datenbanken und Register
- Satellitenbilder (z.B. Google Earth)
- Foren, Blogs und Kommentarspalten
- Geodaten und Metadaten von Fotos
OSINT in der Praxis
- Journalismus: Investigative Recherchen und Verifikation (z.B. Bellingcat)
- Faktencheck: Überprüfung von Behauptungen anhand öffentlicher Daten
- Menschenrechte: Dokumentation von Konflikten und Verbrechen
- Cybersicherheit: Erkennung von Bedrohungen und Datenlecks
OSINT-Werkzeuge für Einsteiger
- Reverse Image Search: Google Bilder, TinEye
- Geolocation: Standort eines Fotos anhand von Landmarken bestimmen
- Wayback Machine: Ältere Versionen von Websites ansehen
- Social-Media-Analyse: Wer hat was wann gepostet?
Ethische Grenzen
OSINT nutzt nur öffentlich zugängliche Informationen — aber auch öffentliche Daten können missbraucht werden. Verantwortungsvoller Umgang ist wichtig.
💡 Merksatz: OSINT zeigt: Öffentlich zugängliche Informationen sind mächtiger als du denkst — sowohl für Aufklärung als auch für Missbrauch.