Framing
Die bewusste Einrahmung von Informationen durch Wortwahl, Kontext oder Perspektive. Derselbe Fakt kann völlig unterschiedlich wirken, je nachdem wie er präsentiert wird: 'Die Arbeitslosigkeit ist auf 5% gesunken' klingt positiv — '95% der Erwerbstätigen haben einen Job' klingt selbstverständlich.
Framing ist die bewusste Einrahmung von Informationen durch Wortwahl, Kontext oder Perspektive. Derselbe Fakt kann völlig unterschiedlich wirken — je nachdem, wie er präsentiert wird.
Das klassische Beispiel
„Die Arbeitslosigkeit ist auf 5% gesunken" klingt positiv. „95% der Erwerbstätigen haben einen Job" klingt selbstverständlich. „Jeder zwanzigste ist arbeitslos" klingt alarmierend. Alle drei Sätze beschreiben exakt dieselbe Zahl.
Wo Framing überall steckt
- Politik: „Steuerentlastung" vs. „Steuergeschenk" — je nach Partei
- Medien: „Demonstranten" vs. „Chaoten" vs. „Aktivisten"
- Werbung: „90% fettfrei" statt „enthält 10% Fett"
- Schlagzeilen: Die Auswahl, WAS berichtet wird, ist selbst schon Framing
Was kannst du tun?
- Achte auf wertende Begriffe und frage: Wie könnte man das neutral sagen?
- Lies zur selben Nachricht mehrere Quellen mit unterschiedlicher Ausrichtung
- Trenne bewusst: Was ist der Fakt — und was ist die Verpackung?