Gatekeeper
Person oder Institution, die entscheidet, welche Informationen die Öffentlichkeit erreichen. Traditionell Journalist:innen, heute zunehmend Algorithmen und Plattformen.
Ein Gatekeeper (englisch: „Torwächter“) ist eine Person oder Institution, die entscheidet, welche Informationen die Öffentlichkeit erreichen. Das Konzept stammt aus der Kommunikationswissenschaft und wurde 1943 vom Sozialpsychologen Kurt Lewin geprägt.
Was ist ein Gatekeeper?
In der klassischen Medienwelt waren Journalist:innen, Redakteur:innen und Medienanbieter die Gatekeeper. Sie entschieden, welche Nachrichten gedruckt, gesendet oder veröffentlicht wurden. Diese Auswahl folgte journalistischen Kriterien wie Relevanz, Nachrichtenwert und Aktualität.
Vom Journalisten zum Algorithmus
Mit der Digitalisierung hat sich die Gatekeeper-Funktion grundlegend verändert:
Gatekeeper im Social-Media-Zeitalter
Heute sind algorithmische Systeme die mächtigsten Gatekeeper. Sie filtern aus Millionen von Beiträgen diejenigen heraus, die du zu sehen bekommst. Anders als menschliche Gatekeeper folgen sie keinen journalistischen Werten, sondern optimieren auf Engagement und Verweildauer.
Bedeutung für die Demokratie
Das Wichtigste
Gatekeeper entscheiden, welche Informationen dich erreichen — heute sind das vor allem Algorithmen statt Journalist:innen.
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