8. März 2026
Datenschutz4 Min. Lesezeit+10 XP

Der gläserne Schüler: Tracking an Schulen

Wie digitale Lernplattformen Schülerdaten sammeln und was das bedeutet.

Der gläserne Schüler: Tracking an Schulen

Seit der Pandemie nutzen Schulen verstärkt digitale Lernplattformen. Doch welche Daten werden dabei gesammelt — und wer hat Zugriff darauf?

Welche Daten fallen an?

Digitale Lernplattformen können erstaunlich viel über Schüler erfassen:

  • Lernverhalten: Welche Aufgaben werden wann und wie schnell bearbeitet?
  • Fehleranalyse: Welche Fehler werden gemacht? Wo gibt es Schwächen?
  • Kommunikation: Wer schreibt mit wem in der Klasse?
  • Anwesenheit: Wann wird sich eingeloggt und wie lange?
  • Gerätedaten: Welches Gerät, welcher Browser, welcher Standort?
  • Problematische Plattformen

    Nicht alle Lernplattformen sind datenschutzkonform:

  • Microsoft Teams/Office 365: Umfangreiche Datensammlung, Server teils in den USA
  • Google Classroom: Google ist ein Werbeunternehmen — Datenschutzbedenken bleiben
  • Zoom: Hatte in der Vergangenheit erhebliche Datenschutzprobleme
  • Bessere Alternativen

  • Moodle: Open Source, kann auf schulischen Servern betrieben werden
  • BigBlueButton: Open-Source-Videokonferenztool
  • Nextcloud: Dateiablage unter eigener Kontrolle
  • Deine Rechte als Schüler:in

  • Du hast ein Recht auf Auskunft, welche Daten gespeichert werden
  • Eltern können der Datenverarbeitung widersprechen
  • Die Schule muss ein Datenschutzkonzept haben
  • Lehrkräfte dürfen nicht beliebig Tools einsetzen — die Schulleitung entscheidet
  • Was du tun kannst

  • Frage deine Schule nach dem Datenschutzkonzept
  • Nutze pseudonyme Konten, wo möglich
  • Lösche regelmäßig Cookies und Verlauf auf Schulgeräten
  • Sprich mit deinen Eltern über deine Datenschutzrechte
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